Es ist noch
gar nicht so lange her, da hieß es von jemandem, der nicht
getauft war: "Das ist ein Heide!" Es gehörte in
einer christlichen Gesellschaft einfach dazu, dass man als
kleines Kind getauft wurde. Nicht getauft zu sein, war ein
gesellschaftlicher Makel.
Diese
Bedeutung hat die Taufe in unserer Gesellschaft heute
weitgehend nicht mehr, das ist gut und ein Zeichen für eine
tolerante Gesellschaft.
In fast allen
christlichen Gemeinschaften, den großen wie den kleinen,
ist die Taufe allerdings nach wie vor ein
Sakrament,
ein heilsnotwendiges Element, ein für das Glaubensziel
notwendiger Ritus, der Bund eines guten Gewissens mit Gott.
Und gläubige Eltern tragen ihr Kind vor den Altar, um
diesen Bund Gottes mit ihrem Kind zu schließen. Immer mehr
christliche Eltern gehen aber auch dazu über, dass sie
ihrem Kind diese Entscheidung selbst überlassen wollen,
dass also ihr Kind später selbst entscheiden kann, ob es
getauft werden will oder nicht, ob es sich vielleicht sogar
erst als Erwachsener taufen lassen will.
In jedem Fall
ist die Taufe ein großes Fest, ein Fest für die Gemeinde und
für die Familie. Und für dieses Fest gibt es viele Bräuche
und Riten. Diese Seite will sich mit diesem Fest beschäftigen,
will Anregungen und Vorschläge und Hilfen dafür geben, dass
Ihr Tauffest zu einem unvergesslichen Ereignis wird.
Alles Gute!

